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	<title>Heinrich Schaefer</title>
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	<description>Webseite des C. W. Leske Verlags</description>
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	<title>Heinrich Schaefer</title>
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		<title>Heinrich Schaefer: Mein letztes Werk sei Gift!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[C_S]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Dec 2021 08:06:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Herausgegeben von <a href="https://cwleske.de/autoren/adela-sophia-sabban/">Adela Sophia Sabban</a> und <a href="https://cwleske.de/autoren/claus-zittel/">Claus Zittel</a>
<a href="https://cwleske.de/buecher/kometen-der-moderne/">Kometen der Moderne</a>, Band 3
536 Seiten
gebunden, Leseband
12 × 19 cm
ISBN 978-3-946595-21-2

<strong> </strong>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color: #770000;"><a style="color: #770000;" href="https://cwleske.de/autoren/heinrich-schaefer/">Heinrich Schaefer</a></span><br />
Mein letztes Werk sei Gift!<br />
</strong>Der Roman »Gefangenschaft« und andere Texte</p>
<p><strong>Durch seine obsessive Sprache und brutale Konsequenz schockiert Heinrich Schaefers einziger Roman <em>Gefangenschaft</em> noch heute. Er bietet eine wilde Folge von Aufzeich­nungen eines im Gefängnis auf seine Hinrichtung wartenden Gattenmörders und zählt ebenso wie Schaefers kürzere Texte zu den kühnsten eines radikalen Expressionismus.</strong></p>
<p>Wenig ist bekannt über das Leben Heinrich Schaefers, jenes Autors des deutschen Frühex­pressionismus, dessen Hauptwerk, sein von 1911 bis 1913 verfasster und 1918 gedruckter Roman <em>Gefangenschaft</em>, nie in den Buchhandel kam, sondern nur klandestin unter Subskribenten im Berliner Milieu zirkulierte. Das Buch war gemeinsam mit Schlüsselwerken der Moderne wie Carl Einsteins <em>Bebuquin</em> oder Franz Jungs <em>Opferung</em> in der berühmten Reihe »Aktionsbücher der Aeternisten« angekündigt worden, aber als einziger Band nicht frei zu erwerben. Offenbar ging er über das selbst nach expressionistischen Maßstäben seinerzeit der Öffentlichkeit Zumutbare weit hinaus. Denn schonungslos werden darin die abgründigen Gedanken eines Mörders in unzensierter In­nensicht geliefert, nicht als Beichte, die zur Sühne führt, sondern in einem Akt ungeheurer Selbst­entblößung, als moralinfreie Niederschrift alles dessen, was dem Ich­-Erzähler im Kopf und im Leib herumspukt. »Ein revolutionäres Buch«, urteilte Max Herrmann­-Neiße. »Das Unsagbare sa­gen« lautete auch die Losung von Schaefers Band <em>Drei Erzählungen</em> (1918) mit heute ebenfalls nahezu gänzlich vergessenen Erzählungen und Prosaskizzen, die wie sein Roman nun als Soli­täre der experimentellen Ich­-Literatur der Moderne wiederzuentdecken sind.</p>
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