Adler_PaulThe National Library of Israel,
Schwadron Collection

Paul Adler, 1878 in Prag im jüdischen Ghetto geboren, studierte von 1896 bis 1900 in seiner Heimatstadt Jura und war danach für kurze Zeit in Wien als Rechtspraktikant tätig. Als er gegen eine Näherin, die von den Siemens-Werken verklagt worden war, juristisch vorgehen sollte, weigerte er sich und gab seinen Beruf auf, um fortan als freier Schriftsteller und Übersetzer meist in Italien und ab 1912 in der Künstlerkolonie Hellerau bei Dresden zu leben. Adler war pazifistischer Aktivist und gründete 1918 die »Sozialistische Gruppe geistiger Arbeiter«. 1921 begann er in Prag als Redakteur für die Prager Presse zu arbeiten, 1923 kehrte er nach Hellerau zurück. In dieser Zeit beschäftigte er sich mit der japanischen Literatur, zu der er eine Literaturgeschichte mit Textbeispielen und ein Sachwörterbuch publizierte. 1933 musste er vor den Nazis, die ihn zusammengeschlagen hatten, nach Prag fliehen, wo er später den Krieg in einem Versteck überleben konnte. 1946 starb er an den Folgen eines zweiten Schlaganfalls.

Von Paul Adler bei C. W. Leske erschienen:

Absolute Prosa