August Jäger, geboren 1808 in Ringelheim (heute ein Stadtteil Salzgitters), schrieb häufig unter dem auf seinem studentischen Spitznamen fußenden Pseudonym August von Schlumb. Sein erstes Buch Der Deutsche in Algier berichtete 1834 von seiner Zeit in der Fremdenlegion. Dorthin war er während einer turbulenten Universitätszeit geraten, die er in seinem zweiten Buch als Geschichte Felix Schnabels verarbeitete. In der Folge wurde er durch mehrere Veröffentlichungen zu einem wertvollen Chronisten des politischen Exils der 1830er Jahre in der Schweiz, in Paris und London. 1839 aus dem Ausland zurückgekehrt, arbeitete er in Leipzig am Brockhaus mit und schrieb neben anderem die erste Biografie des Fürsten Hermann von Pückler-Muskau (erschienen 1843), den er über seinen Bruder Carl, der den Fürsten ein Jahr auf Reisen begleitet hatte, kennenlernte. Seine Begegnungen im kleinen Fürstentum Anhalt-Köthen führten schließlich zum adelskritischen Schlüsselroman Der Roué (1844). Sein letztes Buch war 1846 ein Fachbuch über das orientalische Pferd. Mitte 1847 musste er wegen der paralytischen Folgen einer Syphiliserkrankung in die Irrenanstalt Nietleben bei Halle eingeliefert werden. Hier starb er mit nur vierzig Jahren im Dezember 1848.

Von August Jäger bei C. W. Leske:

Felix Schnabels Universitätsjahre